E-Mails sichern: Was bedeutet E-Mail-Sicherheit?

Definition

E-Mail-Sicherheit ist ein Begriff für verschiedene Verfahren und Techniken, die E-Mails sichern – das bedeutet, E-Mail-Accounts, Inhalte, und Kommunikationswege gegen unautorisierten Zugriff, Verlust oder Kompromittierung zu schützen. Da E-Mail oft dazu verwendet wird, um Malware, Spam und Phishing-Angriffe zu verbreiten, ist es besonders wichtig, eine sichere E-Mail-Adresse zu verwenden und weitere Maßnahmen zu greifen, die E-Mail-Inhalte sichern. Angreifer nutzen oft irreführende Nachrichten, um Empfänger dazu zu verleiten, sensible Daten herauszugeben, schädliche Anhänge zu öffnen oder auf Hyperlinks zu klicken, die Malware auf dem Computer installieren.

E-Mail ist auch ein häufiger Ansatzpunkt für Angreifer, die es darauf abgesehen haben, einen Fuß in ein Unternehmensnetzwerk zu bekommen und von dort wertvolle Informationen zu stehlen.

E-Mail-Verschlüsselung ist eine Maßnahme innerhalb von E-Mail-Sicherheit. Dabei werden die Inhalte von E-Mail-Nachrichten verschlüsselt und damit unkenntlich gemacht, damit potentiell sensible Informationen nur von dem intendierten Empfänger gelesen werden können. E-Mail-Verschlüsselung beeinhaltet häufig auch eine Form von Authentifizierung.

Wie sicher ist E-mail?

E-Mail wurde ursprünglich so konzipiert, dass sie so offen und frei zugänglich ist wie möglich. Dadurch konnten Menschen sowohl innerhalb einer Organisation als auch mit extenen Partnern kommunizieren. Das Problem ist jedoch, dass E-Mails dadurch ganz und gar nicht sicher sind. Angreifer können E-Mail verwenden, um Schaden anzurichten und daraus Profit zu schlagen – ob durch Spam-Kampagnen, Malware- und Phishing-Angriffe, ausgeklügelte zielgerichtete Angriffe, oder Business E-Mail Compromise (BEC): Angreifer nutzen die mangelnde Sicherheit von E-Mails aus, um Angriffe durchzuführen. Da die meisten Unternehmen auf E-Mails angewiesen sind, um ihren Geschäften nachzugehen, versuchen Angreifer, über E-Mail sensible Informationen zu stehlen.

Da E-Mail ein offenes Format ist, kann es von jeder Person gelesen werden, die eine E-Mail abfängt. Dadurch stellen E-Mails aus sicherheitstechnischer Perspektive eine Herausforderung dar. Dies wurde insbesondere dann zu einem kritischen Problem, als Unternehmen anfingen, immer mehr vertrauliche und sensible Informationen über E-Mail zu teilen. Ein Angreifer konnte diese Nachrichten ganz einfach mitlesen, indem er die E-Mail unterwegs abfing. Mit den Jahren haben Unternehmen jedoch verschiedene E-Mail-Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, die ihre E-Mail-Inhalte und jede unternehmensinterne E-Mail-Adresse sichern und es für Angreifer schwieriger machen, an sensible oder vertrauliche Informationen zu kommen.

Bild veranschaulicht, wie notwendig es ist, E-Mails zu sichern, weil wir jeden Tag massenhaft E-Mails empfangen.

Emails sichern: bewährte regeln

Weil E-Mail eine so zentrale Bedeutung hat für Geschäftsabläufe in Firmen, haben diese interne Regeln aufgestellt, wie sie diesen Informationsfluss sicher handhaben können. Eine der wichtigsten Grundregeln, die die meisten Unternehmen etabliert haben, ist, dass sie die Inhalte von E-Mails analysieren, wenn sie ihre E-Mail-Server passieren. Das ist deshalb wichtig, weil der Inhalt einer E-Mail darüber entscheidet, wie mit ihr umgegangen werden muss. Erst dann kann man ernsthafte Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

Diese Sicherheitsmaßnahmen können etwas so simples sein wie das Entfernen aller ausführbaren Inhalte von E-Mails, oder sie können tiefgreifender sein, wie z.B. verdächtige Inhalte als Erstes in einer Sandbox zu öffnen, um eine weitergehende Analyse durchzuführen. Wenn im Zuge dieser Sicherheitsmaßnahmen Sicherheitsvorfälle erkannt werden, muss die Organisation verwertbare Informationen parat haben, um den Umfang des Angriffs einschätzen und handeln zu können. Diese Informationen helfen dabei, den Schaden durch einen Angriff zu bewerten. Sobald eine Organisation Zugriff auf alle E-Mails hat, die gesendet werden, kann es E-Mail-Verschlüsselungsregeln einsetzen, um zu verhindern, dass sensible Informationen in die falschen Hände geraten.

Best Practices für sichere e-mails

Sicherer E-Mail-Gateway

Eine der ersten Best Practices, die jedes Unternehmen umsetzen sollte, ist einen sicheren E-Mail-Gateway einzurichten. Ein E-Mail-Gateway scannt und klassifiziert alle eingehenden und ausgehenden E-Mails und stellt sicher, dass Bedrohungen nicht in das Netzwerk gelangen. Da Angriffe immer ausgeklügelter werden, reichen Standard-Maßnahmen wie das Blockieren ausführbarer Anhänge nicht mehr aus. Eine bessere Lösung ist es, einen sicheren E-Mail-Gateway zu installieren, der einen vielschichtigen Ansatz verfolgt.

Veranschaulicht, wie ein E-Mail-Gateway E-Mails sichert, indem zu Beginn viele E-Mails (schädliche und unschädliche) am Gateway ankommen, aber nur die nicht-schädlichen zu den Nutzern durchgelassen werden.

Automatisierte E-Mail-Verschlüsselung

Eine weitere wichtige Maßnahme ist eine automatisierte E-Mail-Verschlüsselung. Diese Lösung sollte in der Lage sein, alle ausgehenden E-Mails zu analysieren, um festzustellen, wo sensibles Material enthalten ist. Wenn die Inhalte sensibel sind, müssen sie verschlüsselt werden, bevor sie an den intendierten Empfänger verschickt werden. Dies verhindert, dass Angreifer Nachrichten mitlesen können, selbst wenn sie es schaffen, sie abzufangen.

Schaubild veranschaulicht das Sichern von E-Mails durch automatische Verschlüsselung. Zwischen Sender und Empfänger finden die Schritte Analysieren und Verschlüsseln statt.

Sicherheitsschulungen

Mitarbeiter über einen sicheren Umgang mit E-Mails aufzuklären und Ihnen beizubringen, was eine schädliche von einer guten E-Mail unterscheidet, ist eine weitere wichtige Maßnahme für eine höhere E-Mail-Sicherheit. Es kann vorkommen, dass Nutzer schädliche E-Mails erhalten, die es geschafft haben, durch den E-Mail-Gateway zu kommen, weshalb es von kritischer Wichtigkeit ist, dass sie verstehen, auf welche Anzeichen sie achten müssen. Häufig haben sie es mit Phishing-Angriffen zu tun, die man schnell erkennen kann, wenn man weiß, worauf es ankommt. Schulungen helfen Ihren Angestellten, diese E-Mails zu erkennen und zu melden.

E-mail-sicherheitstools

Ein sicherer E-Mail-Gateway, der entweder vor Ort oder in der Cloud installiert ist, sollte Schutz vor unerwünschten, schädlichen und BEC-E-Mails auf mehreren Ebenen bieten bieten. Dazu gehört eine granulare Einsehbarkeit in die Prozesse und Kontinuität der E-Mail-Kommunikation für Organisationen jedweder Größe. Diese Kontrollen erlaubt es Sicherheitsteams, Zuversicht zu haben, dass sie Nutzer vor E-Mail-Bedrohungen schützen und die E-Mail-Kommunikation bei einem Systemausfall aufrecht erhalten können.

Eine E-Mail-Verschlüsselungslösung reduziert das Risiko von Verstößen gegen gesetzliche Vorschriften, Datenverlust und Verletzungen der unternehmenseigenen Richtlinien, während die essentielle Geschäftskommunikation weiter läuft. Die E-Mail-Sicherheitslösung sollte für jede Art von Organisation, die ihre sensiblen Daten schützen muss, gleichermaßen funktionieren, und dabei auch externen Partnern und Nutzern auf Desktop- wie Mobilgeräten zur Verfügung stehen. E-Mail-Verschlüsselung ist insbesondere für Unternehmen wichtig, die strenge gesetzliche Vorgaben wie die DSGVO, HIPAA, SOX oder Sicherheitsstandards wie PCI-DSS einhalten müssen.

Proofpoint Email Security

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E-Mail-Betrug beenden: Ratgeber

Proofpoint Advanced Email Security verwendet eine mehrschichtige Abwehr, um zu verhindern, dass unsichere E-Mails in den Posteingängen der Mitarbeiter landen, und dafür zu sorgen, dass empfindliche Informationen auf Ihren Servern bleiben, wenn etwas schiefgeht.

Proofpoint E-Mail-Schutz Datasheet

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